Noah Fahnenstrich hat vor ungefähr zwei Jahren begonnen seine eigene Kleidung, durch bedrucken mit der Siebdruck Methode, aufzuwerten. Beigebracht hat er sich das so gut wie selber, mit ein bisschen Hilfe durch YouTube Videos. Er studiert Mode Design Management und konnte seinen Traum verwirklichen, Kleidung selbst  zu entwerfen, herzustellen und über einen eigenen Online Shop zu verkaufen. 
Jetzt steht er bei sich zu Hause im Badezimmer und verteilt weiße dickflüssige Farbe auf einem Siebdruckrahmen, um anschließend einen Hoodie mit der Aufschrift „Mom raised a Punk“ zu bedrucken. Es riecht scharf nach künstlicher Farbe. Nach dieser Bemerkung erzählt er, dass er ausschließlich vegane und wasserbasierte Farbe von Deutschen Händlern verwendet. 
„Wenn ich die Hoodies zu Hause selber bedrucke, behalte ich die Oberhand und habe einfach mehr Kontrolle über die Endergebnisse“ gibt Noah an. „Dadurch habe ich zwar ein bisschen mehr Arbeit aber auch weniger Ausgaben“, er möchte „sich selber treu bleiben“ und hat sogar schon Anfragen von Druckereien abgelehnt. Noah findet es wichtig seinen Kleidungstücken eine persönliche Note zu geben.
Die Kleidung, die er nicht selber bedruckt, lässt er in Japan in verschiedenen Fabriken produzieren. Eine der Fabriken hat bereits für die „R-EA Collection“ von „Emporio Armani“ hergestellt, eine nachhaltige Kollektion aus organischen und recycelten Materialien.  In Japan hat er einen Agenten, durch welchen er mit den Herstellern in Kontakt ist. Dieser hat Noah über Face Time die Arbeitsbereiche gezeigt und gibt seine Ideen und Entwürfe an die Näher*innen weiter.  „Eigentlich war ich früher selber skeptisch irgendwas in Asien produzieren zu lassen, aber ich habe mich informiert und weiß jetzt das sich dort Einiges geändert hat“ erklärt er. Besonders in Japan wird Wert auf den Schutz der Näher*innen gelegt und die Löhne wurden für Noah transparent dargestellt. Dadurch kann er sich sicher sein, dass seine Designs nicht in irgendwelchen „Sweatshops“ hergestellt werden. „In meinem Studium habe ich mich bereits viel mit Fast Fashion beschäftigt und spreche mich eindeutig dagegen aus“ erzählt Noah. 
Seine Hoodies und die „Cargo Pants“, welche er in seinem Online Shop verkauft bestehen aus fair gehandelter Bio-Baumwolle. Dafür musste er sich selber einsetzen und natürlich auch mehr bezahlen, dafür haben die Kleidungstücke aber auch eine hohe Qualität. „Den Fabriken ist es letztendlich egal ob die Kleidung aus Baumwolle oder Polyester angefertigt wird, wenn du etwas besonderes willst wie zum Beispiel Bio-Baumwolle musst du dafür natürlich auch mehr bezahlen“, Noah steht jetzt in der Dusche um den Siebdruckrahmen von der überschüssigen Farbe zu befreien. Ein weiteres Kleidungsstück in seinem Shop ist ein „Mesh Tanktop“, aus Polyester. Für recyceltes Polyester hat es leider nicht gereicht. „Es gibt nur super wenige Fabriken die recyceltes Polyester, zum Beispiel aus Plastikflaschen, anbieten“, erklärt er. Die Kosten dafür sind natürlich ziemlich hoch, da würde es sich nur lohnen wenn mehr produzieren lässt. 
Mit dem Startkapital hat ihm sein Vater als Investor geholfen. „Ich bin echt dankbar dafür, dass ich die Chance bekommen habe nachhaltig produzieren zu lassen“, sagt Noah und lächelt. 
Hohe Qualität der Kleidung und das Bewusstsein über den eigenen Konsum stehen bei Noah an erster Stelle.